Mal ein „anderes“ Messer

Wenn ein Bauingenieur auch noch gleichzeitig Messerliebhaber ist, können interessante Entwicklungen entstehen. Dipl.-Ing. Martin Lehmann (47) aus Wewelsburg bei Büren (NRW) hat sich in den letzen Jahren eher mit Hochwasser und dessen Bewältigung beschäftigt, ist aber nebenbei ein moderater Sammler von Messern. Nach Dienstschluss bastelt

er gern mit Holz, Stahl und Beton und ist da schon manchmal sehr genau, denn Präzision und Statik sind für einen Ingenieur bekanntlich wichtig. Aus dem Holzbauhobby ist der Wunsch gewachsen, ein kleines Messerchen zu entwickeln, mit dem man mal eben die Leimreste der am Vortag verleimten Schublade abzustoßen. Geht ja auch mit einem Hobel, aber der ist ja bei manchen Hobbybastlern „heilig“. Mit einem „normalen“ Messer mit nicht komplett planer Seite geht das nicht. Es sollte auch möglich sein, kleine Holzdübel bündig abzutrennen. Das geht zwar mit der Japansäge, aber die liegt ja immer irgendwo im Keller.
Beim Gebrauch von verschiedenen Messern ist Herrn Lehmann immer wieder aufgefallen, das kaum ein Taschenmesser oder auch kleines Messer (auch nicht sein Lieblings- messer) in der Lage ist, Dinge auf einer harten Unterlage abzutrennen, wie dies ein Kochmesser, asiatischer Herkunft macht. Der diplomierte Hobbykoch interessiert sich nämlich auch für das Kochen und ist begeistert von den Santoku-Messern. Die „drei Tugenden“ Fisch, Fleisch, Gemüse lassen sich damit hervorragend schneiden. Diese Messerform ist bekanntlich meist auch nur einseitig, für Rechtshänder rechts angeschliffen.
Bei einem trennenden Schnitt für Lebensmittel sind Santokus wunder-bar. Diese Eigenschaften sollten auch in das kleine Messerchen des Erfinders einfließen. Da das Messer natürlich auch beim Grillen und sonstigen Outdoor-Akivitäten zum Einsatz kommen soll, wurde auch noch ein Flaschenöffner geplant (nicht das noch jemand das Griffende benutzt). Deshalb wurde die ursprüngliche Bleistiftidee modifiziert. Also ran ans Werk. Es entstand wie immer eine Bleistiftskizze, dann ein Rohling aus Holz. Dann wurde es ernst. Ein Stahlexperte wurde gesucht und gefunden, eine Laserwerkstatt auch. Als Stahl wurde 440B, also 1.4112 gewählt. Es ist nicht der allerhärteste Stahl (max. 59 Rockwell), aber dieser ist extrem Korrosionsbeständig und daher auch etwas teuerer. Das sei durchaus gewollt. Die Materialstärke war lange ein großes Rätsel bei Martin Lehmann.
Es musste eine Optimierung aus Aufwand, Haptik, Stabilität und der Tarierung her. Herausgekommen war nach einigen Berechnungen der 5,3 mm starke Stahl. Das sollte dann auch die Griffstärke des monolithischen Messers sein. Angenehm leicht, gute Haptik, das Gefühl, etwas Robustes in der Hand zu haben. Keine blecherne Erscheinung, aber auch kein schweres Integralmesser, was den Gürtel nach unten zieht. Jetzt musste nur noch ein kompetenter Messerschmiedemeister her, der auch die Interpretation des Entwicklers versteht und auch umsetzen kann und will. Zwei namhafte Schleifereien wurden beauftragt, einen Testrohling anzufertigen.
Mit Abstand den besseren Entwurf machte die Messerschmiede Jens Kubesch aus Fulda. Vom Ergebnis war Herr Lehmann begeistert. Es ist ihm gelungen ein titanähnliches Finish hinzubekommen.
Die Messerschmiede Kubesch hat bei dem Finish der Oberfläche des Messers auf Grund einer eigenen Rezeptur des Strahlgutes ein für den Entwickler ausgezeichnetes Ergebnis erzielt.
Nach ein paar winzigen Detail-änderungen ist das „Conception 1“ geboren.
Das Messer wird auf Grund der Exklusivität nicht als Massenartikel erscheinen.
Erworben werden kann es über die Messerschleiferei und Messerschmiede Jens Kubesch oder direkt über Herrn Dipl.-Ing. Martin Lehmann
Das Messer wird mit einem Schlagstempel versehen, um Nachbildungen vom Original trennen zu können.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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